Zum Inhalt springen
2011 Marketing Service

Strategie4 Min. Lesezeit

Marketing braucht Richtung, keine weiteren Tools

2011 Redaktion · Agentur

Jede Woche ein neues Tool. Jede Konferenz ein neuer Kanal, den man jetzt wirklich nicht mehr ignorieren darf. Und jedes Quartal ein neues Format, das angeblich alles verändert.

Wir beobachten das seit Jahren. Und wir sehen dabei immer dasselbe Muster: Unternehmen sammeln Werkzeuge wie andere Leute Bonuspunkte. Nur die Richtung fehlt.

Dabei ist die unbequeme Wahrheit ganz einfach. Ein Tool beantwortet keine einzige strategische Frage. Es beschleunigt nur das, was ohnehin passiert. Wer ohne Richtung unterwegs ist, kommt mit besseren Werkzeugen nur schneller am falschen Ort an.

Das Tool ist nie das Problem

Wenn Marketing nicht wirkt, liegt es selten an der Software. Es liegt an ungeklärten Grundfragen: Wen wollen wir erreichen? Was sollen diese Menschen verstehen? Und woran erkennen wir, ob es funktioniert?

Diese Fragen sind unbequem, weil sie Entscheidungen verlangen. Ein neues Tool zu kaufen fühlt sich dagegen wie Fortschritt an. Es ist aber oft nur Bewegung. Und Bewegung ist nicht dasselbe wie Richtung.

Was einen Rahmen ausmacht

Ein strategischer Rahmen ist kein Foliengrab und kein Leitbild für die Schublade. Er ist ein Satz von Entscheidungen, an dem sich jede Maßnahme messen lassen muss.

Erstens: eine Zielgruppe, die konkret genug ist, um jemanden auszuschließen. Zweitens: eine Positionierung, die jeder im Unternehmen in einem Satz wiedergeben kann. Drittens: Kennzahlen, die Wirkung messen statt Beschäftigung.

Erst wenn das steht, wird die Tool-Frage interessant. Dann beantwortet sie sich meistens von selbst.

Wer keine Richtung hat, kommt mit jedem Werkzeug schneller am falschen Ort an.